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Werkvertrag: Vorteile & Nachteile – Kosten & Nutzen

Werkverträge werden zunehmend dafür genutzt, Bereiche eines Betriebes auszulagern. Dies birgt vor allem wirtschaftliche Vorteile. Während dabei auch Nachteile für einige Betroffene entstehen, überwiegen die positiven Faktoren für die gesamte Wirtschaft und die meisten Beteiligten am Markt.

Die Vorteile der Werkverträge für die Wirtschaft

Für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ist die Beteiligung vieler Akteure entscheidend. Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Entwicklung des Fernsehens: Früher gab es nur wenige Kanäle, heute hingegen haben Plattformen wie YouTube und Google TV das Angebot erheblich erweitert. Diese Vielfalt hat es mehr Akteuren ermöglicht, profitabel zu sein.

Ähnlich verhält es sich mit Werkverträgen und Werkvertragsunternehmen. Früher erledigten wenige Betriebe alle Aufgaben im eigenen Haus, doch es hat sich schnell gezeigt, dass Outsourcing zahlreiche Vorteile bietet. Heute gibt es neben großen Unternehmen auch viele kleinere Firmen, die eben diesen großen Unternehmen zuarbeiten. Sogar mittelständische und kleinere Unternehmen lagern mittlerweile Teile ihrer Arbeit aus.

Beispiel: Ein Restaurant nutzt Outsourcing

Als Beispiel sei ein einfaches Restaurant angeführt, welches das Konzept des Outsourcing aktiv nutzt:

  • Das Menü wird von einem Berater erstellt, der sowohl das Design als auch den Druck übernimmt.
  • Für die Reinigung nach der Arbeit wird eine Reinigungsfirma angestellt.
  • Für das Ausliefern des Essens wird eine gängige App und deren Fahrer verwendet.

Den Hauptbetrieb stellt in diesem Beispiel das Restaurant dar, das sich auf seinen Kernbereich – die Bereitstellung schmackhafter Speisen – konzentriert. Der gesamte Rest wird von verschiedenen Auftragnehmern im Rahmen von Werkverträgen übernommen.

Anstelle lediglich eines Beteiligten gibt es nun 4: Das Restaurant, der Menü-Designer, das Reinigungsunternehmen und der Essenslieferant. Die Leistung der Werkunternehmer ist dabei günstiger, da sie auch für andere Besteller arbeiten. Dadurch sammeln sie mehr Erfahrung und werden in ihrem Kerngeschäft besser, während sie die Kosten weiter senken oder ihre Arbeitsqualität verbessern.

Auf diese Weise wird die Tendenz zur Angebotsspezialisierung unterstützt, die Kosten spart und die Qualität der gelieferten Ergebnisse verbessert. Es wird Raum für neue Ideen geschaffen und Angebot und Nachfrage am Markt nehmen zu. Mit all dem ist auch der Bedarf nach mehr Arbeitskräften verbunden – mehr Menschen kommen aus der Arbeitslosigkeit oder werden vor dieser bewahrt. Zugleich können Marktteilnehmer, die sonst selbst Arbeitnehmer wären, sich als Unternehmer am Markt positionieren.

Wirtschaftliche Aspekte im Überblick

  • Es wird nicht nur ein erhebliches Potential an Arbeitskräften erschlossen, sondern auch ein Potential aus Unternehmergeist. Wer gut reinigen konnte, musste früher als Angestellter arbeiten. Heute lässt sich damit ein Reinigungsunternehmen gründen. Selbst gute Leistungen hinter dem Steuer machen den Weg in die Selbstständigkeit möglich – nicht nur als Fahrer, sondern sogar als Leiter eines eigenen Transportunternehmens.
  • Mit mehr Innovationen und Spezialisierungen sinken insgesamt die Kosten für die Wirtschaft. Arbeiten werden von Unternehmen erledigt, die sich darauf spezialisieren und so die effektivste Arbeitsweise erschließen. Zugleich steigt das Angebot an Produkten und Dienstleistungen auf dem Markt.
  • Mit mehr Unternehmern und mehr Arbeitskräften auf dem Markt, die über mehr Mittel verfügen, steigt auch die Nachfrage nach den neuesten und besten Produkten. Die Produktion nimmt zu, was die Verbraucherpreise senkt und einen größeren Teil der Bevölkerung in bezahlte Beschäftigung bringt.

Bleiben Mitarbeiter in den Werkvertragsunternehmen außen vor, da ihnen weniger bezahlt wird? Die Antwort darauf ist ein klares „Nein": Ohne ihre Anstellung in den Werkvertragsunternehmen wären sie arbeitslos. Damit steht ihnen auch bei geringerem Einkommen noch immer mehr Geld zur Verfügung. Zugleich erhalten sie die Chance, über einen geregelten Tagesablauf, mehr Erfahrung und Bewährung im Werkvertragsunternehmen auf einen Arbeitsplatz in der Stammbelegschaft zu kommen. Gerade für Langzeitarbeitslose stellt die Beschäftigung in einem Werkvertragsunternehmen eine wichtige Steigerung ihrer Attraktivität für potenzielle Arbeitgeber dar.

Werkvertrag – Vorteile für Freelancer und Arbeitnehmer

Freelancer

Für Freelancer bieten Werkverträge das Mittel, um sich selbstständig zu machen. Das kann in Vollzeit oder als Teilzeit neben einem Hauptberuf erfolgen. Diese Form der Selbstständigkeit erfordert keinen großen Kapitaleinsatz, keine große unternehmerische Erfahrung und kann von einer Person allein geschafft werden – sogar mit Hilfe einschlägiger Online-Plattformen sehr schnell. So erhält der Betroffene ein Einkommen, während er rechtlich abgesichert ist und seine Unabhängigkeit bewahrt.

Arbeitnehmer

Für die Mitarbeiter in einem Werkvertragsunternehmen ist diese Form der Beschäftigung ein Türöffner. Hier wartet ein neuer Weg auf den Arbeitsmarkt und in eine feste Anstellung. Die damit verbundenen negativen Assoziationen lassen sich meist mit einer unrealistischen Erwartungshaltung erklären. Für viele Betroffene müssen sich die Vorteile in Form des Brückeneffektes – also den Weg in eine Festanstellung – sofort realisieren lassen.

Beispiel: Vom Langzeitarbeitslosen zur Festanstellung

Ein Langzeitarbeitsloser ist nur schwer zu vermitteln, und das liegt an mehreren Gründen. Er ist der Arbeit entwöhnt und verfügt nicht über einen geregelten Tagesablauf. Eine eventuell vorhandene Ausbildung ist hinfällig, da sich Markt und Technologien weiterentwickelt haben. Damit ist es fast schon vorausbestimmt, dass ein betroffener Langzeitarbeitsloser in der Arbeitslosigkeit bleibt.

Über ein Werkvertragsunternehmen kann nun der Betroffene in eine bezahlte Tätigkeit gelangen. Am Anfang ist die Entlohnung gering, was auch der Produktivität und der Art der Arbeit entspricht. Hier aber hat der Betroffene die Möglichkeit, mit dem Arbeitsalltag einen geregelten Tagesablauf aufzubauen. Zugleich lernt er, sich in ein Team einzubringen. Im Rahmen der Kollegen und mit neuen Erfolgserlebnissen steigt seine Motivation. Mit steigender Dauer der Beschäftigung steigt auch die Erfahrung und verbessern sich die Fertigkeiten.

Wird jedoch bei einer unrealistischen Erwartungshaltung die Übernahme in die Stammbelegschaft nicht sofort erwartet, zeigen sich Demotivation und all die Eigenschaften, die den Betroffenen als Arbeitnehmer weniger attraktiv machen. Werden hingegen den betroffenen Arbeitnehmern vermittelt, dass es Monate und Jahre dauern kann, und werden Verbesserungen in der Leistung belohnt, dann bieten sich echte Chancen. Für Werkvertragsunternehmen besteht hier eine echte Möglichkeit, etwas zum Gemeinwohl beizutragen.

Werkvertrag – Vorteile für das Bestellunternehmen

Der Hauptvorteil für Bestellunternehmen besteht darin, Kosten zu sparen und die eigene Arbeit durch die Konzentration auf das Kerngeschäft effizienter zu gestalten. Damit können bei niedrigen Auftragslagen Personalkosten gespart und bei Auftragsspitzen diese schnell abgearbeitet werden. Darüber hinaus ist das Bestellunternehmen von der Last befreit, selbst rechtzeitig und in ausreichender Zahl neue Arbeitskräfte zu finden.

1. Ein Pool aus sofort verfügbaren Fachkräften

Die Werkverträge erlauben es, über Werkvertragsunternehmen oder Freelancer praktisch jederzeit auf einen Pool aus Fachkräften zurückzugreifen, die außerhalb des Unternehmens zur Verfügung stehen. Dank dem Internet muss dabei nicht einmal bereits eine langfristige Kooperation vorliegen. Freelancer lassen sich im Handumdrehen auf einschlägigen Plattformen finden und Werkvertragsunternehmen sind in Minuten über das Internet bestellt. Nach getaner Arbeit stehen die Fachkräfte dann anderen Unternehmen zur Verfügung – es ergibt sich ein Maximum an Flexibilität für alle Beteiligten am Markt.

2. Weniger Risiken

Für den Bestellbetrieb verringert sich das Risiko deutlich. Das beginnt damit, dass keine neuen Mitarbeiter eingestellt werden müssen, wenn ein Freelancer oder Werkvertragsunternehmen beauftragt wird.

Vergütung: Da bei einem Werkvertrag die Vergütung nur dann fällig wird, wenn das Werk abgenommen wurde, muss auch nicht gezahlt werden, wenn das erwartete Ergebnis ausbleibt. Im Gegensatz dazu muss ein wenig produktiver Arbeitnehmer bis zu seiner Entlassung entlohnt werden. Werden dann tatsächlich Beschäftigte aus dem Werkvertragsunternehmen in den Bestellbetrieb übernommen, haben sich diese bereits bewährt.

Personalressourcen: Anstatt mit Arbeitnehmern belastet zu sein, für die es keine Arbeit gibt und die nicht so einfach entlassen werden können, arbeitet das Unternehmen im Normalzustand mit einer Stammbelegschaft als Rumpfcrew. Was über diese hinaus gebraucht wird, wird über die Bestellung eines Werkvertragsunternehmens oder Freelancers eingekauft. Das Ende des Vertragsverhältnisses ist von Anfang an eingebaut. Es muss keine Abfindung bei einer Kündigung an überflüssige Arbeitskräfte gezahlt werden. Bewähren sich Arbeitnehmer nicht, stehen diese in der Verantwortung des Werkvertragsunternehmens.

Innovationen: Auch das Risiko von Innovationen verringert sich. Mit jeder Reformation, mit jeder Änderung, gibt es neue Risiken. Diese können nur verringert werden, indem Werkvertragsunternehmen oder Experten als Freelancer mit der Entwicklung, Anpassung und Innovation neuer Technologien, neuer Formen des Managements oder neuer Organisationsformen betraut werden.

Ausfallrisiko: Mitarbeiter werden krank, brauchen Urlaub oder kündigen. Dieses Risiko lässt sich mit einer größeren Stammbelegschaft abdecken oder alternativ durch die Übertragung der Arbeit an ein Werkvertragsunternehmen oder einen Freelancer.

3. Geringere Kosten und gesteigerte Effizienz

Das Finden des passenden Personals ist ein Prozess, der in seiner Dauer und seinem Aufwand nicht unterschätzt werden sollte: Stellen müssen ausgeschrieben, Bewerbungen geprüft, Interviews geführt werden. All das braucht Zeit und kostet Ressourcen.

Freelancer dagegen stellen sich selbst auf den Plattformen vor. Werkvertragsunternehmen finden ihre eigenen Mitarbeiter, beschäftigen sie, so dass sie sich bewähren können, und sie können dann von einem Bestellunternehmen übernommen werden. Die Werkvertragsunternehmen übernehmen auch das gesamte Management und die Administration des Personals. Das ist zeitintensiv und oft mit juristischen Risiken behaftet. Nun haben sich die Werkvertragsunternehmen jedoch darauf spezialisiert.

Wenn das Werk erstellt ist oder weitere Werke nicht mehr gebraucht werden, werden die Mitarbeiter des Werkvertragsunternehmens vom Bestellunternehmen nicht mehr bezahlt. Ohne aufwendige Kündigung, ohne weitere Kosten ist der Vertrag automatisch beendet. Das Ausfallrisiko für die Arbeitskräfte trägt der Freelancer für sich selbst und das Werkvertragsunternehmen für seine Mitarbeiter. Damit muss keine Urlaubsplanung beachtet werden und es gibt keine Krankenstände beim Bestellunternehmen.

Die Qualität der Arbeit ist höher: Der Freelancer und die Werkvertragsunternehmen haben sich auf bestimmte Arbeitsbereiche konzentriert. In diesen werden sie mit der Zeit immer besser, so dass sich auch die Qualität des Ergebnisses ständig erhöht.

Werkvertrag – Vorteile für das Werkvertragsunternehmen

Werkvertragsunternehmen bieten sich viele Vorteile. Das beginnt damit, dass für sie ständig neue Nischen auf dem Markt entstehen, in denen sie ihre Arbeit anbieten können – eine sich ständig ausweitende Nachfrage, die unternehmerisch bedient werden kann. Damit ist es möglich, viele neue Unternehmen zu gründen, die eine große Chance haben, sich auf dem Markt zu behaupten.

Gerade Unternehmern, deren Fähigkeiten auf das Lösen von Problemen und sehr spezialisierte Bereiche ausgerichtet sind, bekommen die Chance, hier eine eigene Firma aufzubauen. Fähigkeiten, die vorher nur zu einer Anstellung aber nicht einem eigenen Unternehmen geführt haben, sind nun ein Weg in einen besseren Verdienst mit mehr Freiheit.

Gerade mit dem Werkvertrag verbindet sich der Weg von ganz klein zu ganz groß. Hier kann sich jemand allein selbstständig machen und als Freelancer verdingen. Dann kann er mit Freunden ein Team gründen und später darauf eine eigene Firma mit hunderten von Mitarbeitern aufbauen. All das geschieht auch mit einem guten Gewissen: Anstatt mit wenig nützlichen Produkten oder Dienstleistungen Geld aus dem Markt zu ziehen, werden mit Werkvertragsunternehmen die Bestellbetriebe unterstützt. Zugleich werden Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit bewahrt und Arbeitssuchende in eine bezahlte Beschäftigung gebracht.

Die Nachteile des Werkvertrages

Normalerweise sind alle Vorteile auch mit Nachteilen verbunden und der Werkvertrag macht hier keine Ausnahme. Die Nachteile sehen so aus:

  • Beschäftigte eines Werkvertragsunternehmens finden sich oft innerhalb eines Bestellbetriebes wieder. Dort sind sie jedoch nicht Teil der Stammbelegschaft, so dass es zu Spannungen kommen kann. Hier ist es wichtig, dass die Beschäftigten beider Betriebe soziale Kompetenz mitbringen und den Umgang miteinander lernen.
  • Das Potenzial für Spannungen erhöht sich noch, wenn der Werkvertragsbetrieb Mitarbeiter aus anderen Ländern beschäftigt. Diese haben ihre eigene Sprache, ihre eigenen Gebräuche und ihre eigene Kultur. Da sind Missverständnisse und Ausgrenzungen fast schon vorprogrammiert. Solche Probleme sollten erwartet und mit einer entsprechenden Organisation der Arbeit beider Betriebe gemildert werden.
  • Einige Mitarbeiter des Werkvertragsunternehmens haben sich, wenn sie zuvor Langzeitarbeitslose waren, noch nicht an das Arbeitsleben gewöhnt. Hier braucht es Zeit, bis sie ihre volle Produktivität entfalten können.
  • Mitarbeiter der Werkvertragsunternehmen bekommen oftmals weniger Lohn als die Stammbelegschaft im Bestellbetrieb. Arbeiten sie ohne eine klare räumliche Abgrenzung, dann kann das von beiden Seiten als demotivierend empfunden werden.
  • Mitarbeiter in Werkvertragsunternehmen müssen flexibel sein. Sie wissen oft nicht, in welchem Umfeld sie eingesetzt werden und welche Werke sie erbringen sollen.
  • Beschäftigte in Werkvertragsunternehmen befinden sich in einer Anstellung, die theoretisch jederzeit beendet werden kann. Auch sind sie oft nicht in der Lage, größere Summen anzusparen, so dass eine finanzielle Langzeitplanung schwierig ist.

Diese Nachteile lassen sich mildern, indem das Management vor allem mit Informationen dagegen angeht. Auch sollte Hilfe im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen und Sprachräumen geleistet werden. Für Beschäftigte aus der Langzeitarbeitslosigkeit sollten zuerst einfache Aufgaben gewählt werden, und kurze Schulungen über Tagesorganisation und Pünktlichkeit helfen beim Einstieg. Das geringere Entgelt ist nicht ungerechtfertigt – es entspricht der Art der Arbeit und dem Erfahrungsgrad. Mit Weiterbildung und steigender Leistung sollte aber auch ein Anstieg in der Entlohnung einhergehen.

Fazit

Die gesamte Wirtschaft profitiert von dem Institut des Werkvertrages. Damit lassen sich neue unternehmerische Potenziale und Möglichkeiten sowie Potenziale des Arbeitsmarktes erschließen. Dabei erhalten Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Sie werden auf diese Weise als Arbeitnehmer attraktiver, so dass ihre Chancen steigen, eine Festanstellung in einem Bestellbetrieb zu finden.

Das Werkvertragsunternehmen trägt das Risiko der Personalplanung und damit auch die damit verbundenen Kosten. Für das Bestellunternehmen lassen sich im Gegenzug die Lohnkosten verringern, flexibel auf die Auftragslage reagieren und die Konkurrenzfähigkeit der Firma steigern.

Für die Werkvertragsunternehmen bieten sich immer neue Nischen für ihre Tätigkeiten. Damit bietet sich die Chance, mit Fähigkeiten, die vorher nur eine Anstellung gerechtfertigt hätten, eine eigene Firma zu gründen. Das wiederum heißt auf lange Sicht ein besseres Einkommen und mehr Freiheit für denjenigen, der nun Unternehmer anstatt Angestellter ist.

Gerade für Freelancer öffnet sich hier ein Weg in die Selbstständigkeit, der ungeahntes Potenzial enthält. Mit einfachen Mitteln und fast ohne Kosten lässt sich das Freelancing beginnen, aus dem dann ein Team und aus diesem dann ein Unternehmen wird.

Die Nachteile der Arbeit in einem Werkvertragsunternehmen sind real, doch ihnen kann mit einem guten Management begegnet werden. Dies geschieht am besten mit ausreichenden Informationen und kurzen Schulungen vor dem ersten Einsatz.

Häufige Fragen zu Werkverträgen – Kosten und Nutzen

Werkverträge fördern die Spezialisierung: Jedes Unternehmen kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, während spezialisierte Werkvertragsunternehmen andere Bereiche effizienter und kostengünstiger abdecken. Das senkt Kosten, erhöht die Qualität, schafft neue Arbeitsplätze und ermöglicht mehr Marktteilnehmern – auch kleineren Unternehmen und Freelancern – profitabel zu wirtschaften.

Ein Werkvertrag lohnt sich besonders bei: saisonalen Auftragsspitzen, Projekten außerhalb des Kerngeschäfts, spezialisierten Aufgaben, für die kein dauerhafter Bedarf besteht, sowie bei dem Wunsch, Rekrutierungsaufwand, Personalrisiko und Verwaltungskosten zu minimieren. Da die Vergütung erst bei Abnahme des Werkes fällig wird, besteht auch ein natürlicher Qualitätsanreiz.

Das Werkvertragsunternehmen trägt das Personalrisiko: Krankheit, Urlaub, Kündigung, Abfindungen – all das liegt in seiner Verantwortung, nicht beim Bestellbetrieb. Auch das Risiko, wenn ein Mitarbeiter nicht die erwartete Leistung bringt, liegt beim Werkvertragsunternehmen. Für den Bestellbetrieb entfällt damit ein erheblicher administrativer und rechtlicher Aufwand.

Die Nachteile für Beschäftigte in Werkvertragsunternehmen sind: geringere Entlohnung als die Stammbelegschaft des Bestellbetriebs, hohe Flexibilitätsanforderungen, Unsicherheit über den nächsten Einsatz, erschwerte Langzeitfinanzplanung sowie mögliche soziale Spannungen mit der Stammbelegschaft. Mit gutem Management, Weiterbildungsangeboten und klarer Kommunikation lassen sich diese Nachteile erheblich mildern.

Ja. Der sogenannte „Brückeneffekt" beschreibt genau diesen Weg: Wer sich im Rahmen eines Werkvertragseinsatzes bewährt, kann vom Bestellunternehmen in die Stammbelegschaft übernommen werden. Dabei haben sich Mitarbeiter bereits mit ihren Fähigkeiten und ihrer Einstellung unter Beweis gestellt – ein echter Vorteil gegenüber dem unbekannten Bewerber von außen. Der Prozess braucht jedoch Zeit und realistische Erwartungen.

Bei einem Werkvertrag schuldet das Werkvertragsunternehmen ein konkretes Ergebnis (das „Werk") und bleibt für seine Mitarbeiter weisungsgebunden verantwortlich. Bei der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) werden Arbeitnehmer an ein Entleihunternehmen ausgeliehen, das dann das Weisungsrecht ausübt. Der Unterschied ist rechtlich bedeutsam: Wird ein Werkvertrag in der Praxis wie eine Arbeitnehmerüberlassung gehandhabt, spricht man von einem Scheinwerkvertrag – dieser ist illegal.

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